{"id":631,"date":"2018-10-11T23:12:13","date_gmt":"2018-10-11T21:12:13","guid":{"rendered":"https:\/\/fairloetet.de\/?page_id=631"},"modified":"2023-12-03T16:28:25","modified_gmt":"2023-12-03T15:28:25","slug":"loetdraht-hs10-fair","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fairloetet.de\/en\/projekte\/loetdraht-hs10-fair\/","title":{"rendered":"L\u00f6tdraht HS10 FAIR"},"content":{"rendered":"<section class=\"l-section wpb_row height_medium\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_grid cols_2-1 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p class=\"ListHeading\" style=\"margin-bottom: 14.15pt;\">Das erste, <a href=\"https:\/\/fairloetet.de\/en\/ueber-uns\/gruendung\/\">namengebende<\/a>, Projekt von FairL\u00f6tet e.V. war und ist ein L\u00f6tdraht zum Handl\u00f6ten. Das Ziel war, m\u00f6glichst schnell eine faire Alternative auf die Beine zu stellen. Um neues Unrecht bei der Produktion zu vermeiden, haben wir uns daf\u00fcr entschieden, Recyclingzinn zu verwenden. Auf der Maker Faire Berlin im Oktober 2015 haben wir es zum ersten Mal pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<h2>Informationen<\/h2>\n<ul>\n<li>Whitepaper: <a href=\"https:\/\/fairloetet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Whitepaper.pdf\">Warum besteht beim L\u00f6tzinn Handlungsbedarf?<\/a>\n<ul>\n<li>Englische Version: <a href=\"https:\/\/fairloetet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/HS10Fair-eng-final-28Mai2016.pdf\">Why is there a need for action regarding tin-solder?<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/fairloetet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Flyer_HS10_FAIR.pdf\">Flyer HS10 FAIR<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/fairloetet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/TDB_LD_HS10_DE.pdf\">Technisches Datenblatt L\u00f6tdraht HS10 FAIR<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/fairloetet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/SDS_HS10Fair_FlowtinTC_DE_CLP1.0.pdf\">Sicherheitsdatenblatt HS10 FAIR<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/fairloetet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lieferkette_fairloetet_1115.pdf\">Lieferkette HS10 FAIR.<\/a> Die Prozentangaben beziehen sich auf Gewichtsanteile.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>FAQs<\/h2>\n<p><strong><em>Gibt es einen unabh\u00e4ngigen Nachweis, dass es tats\u00e4chlich Recyclingmaterial ist?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das Altlot ist ca. 1 Jahr lang in einem L\u00f6tbad verwendet und durch Verd\u00fcnnung mit extrem bleiarmem recyceltem Lot wieder in einen verwendbaren Pb-Bereich (&lt;0,1%) gebracht worden. Man kann es daher als Recyclingmaterial bezeichnen.<\/p>\n<p>Das Sekund\u00e4r-Zinn entsteht laut Aussage des Lieferanten aus Altmetallen und Abf\u00e4llen der chemischen Industrie in einer Anlage zur Stofftrennung, die wirtschaftlich nur bis zu einem bestimmten Zinnpreis betrieben werden kann, der wiederum nicht mit frischem Zinnkonzentrat zu halten ist. Einen unabh\u00e4ngigen Nachweis Dritter haben wir jedoch nicht.<\/p>\n<p>Analytisch ist in metallischem Zustand bei Zinn dessen Herkunft nicht zu ermitteln, auch nicht, ob Prim\u00e4r- oder Sekund\u00e4rrohstoff vorliegt.<\/p>\n<p><strong><em>Ist es konfliktfrei?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df der Definition von Konfliktfreiheit in den USA und der EU ist im HS10 FAIR nur Zinn ein Konfliktmineral. Sekund\u00e4rmaterial ist demnach als konfliktfrei anzusehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den sehr kleinen Teil an \u201efrischem\u201c Zinn ist die Konfliktfreiheit per Zertifizierung durch die <a href=\"http:\/\/www.responsiblemineralsinitiative.org\/\">Responsible Minerals Initiative<\/a> gegeben. Zu Details siehe das Conflict Minerals Reporting Template (CMRT) und die entsprechende Richtlinie des Herstellers Stannol unter <a href=\"https:\/\/www.stannol.de\/downloads\/dokumente.html\">https:\/\/www.stannol.de\/downloads\/dokumente.html<\/a>.<\/p>\n<p>Die geringe Beimischung aus Zinn und Germanium wird als fertige Legierung von einem Lieferanten bezogen, der uns bislang auf Anfrage keine Informationen \u00fcber die Herkunft der Rohstoffe verr\u00e4t.<\/p>\n<p><strong><em>Kostet HS10 FAIR mehr als vergleichbare konventionelle Lote?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Es gibt Billiglote, die g\u00fcnstiger sind als die Produkte von Stannol, das HS10 FAIR ist innerhalb der Stannol-Produktpalette aber nicht teurer.<\/p>\n<p><strong><em>Verdient ihr etwas an dem Draht?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>100% des Verkaufserl\u00f6ses flie\u00dft in unsere gemeinn\u00fctzige Vereinsarbeit. Wir sagen zu, 25 % davon\u00a0in die zivilgesellschaftliche Arbeit von Initiativen vor Ort zu investieren. Im Jahr 2016 gingen gut 300 Euro an WALHI (Friends of the Earth Indonisia), eine zivilgesellschaftliche Organisation in Indonesien, einem wichtigen Zinnabbaugebiet im globalen S\u00fcden. Im Jahr 2017 haben wir an hiesige Organisationen gespendet, die sich f\u00fcr Rohstoffthemen im Rahmen der Fairen Elektronik engagieren.<\/p>\n<p><strong><em>Verkaufen wir Abfall erneut?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>HS10 FAIR besteht u.a. aus Alt-Lot. Dabei betreiben wir ein Upcycling, denn es w\u00e4re sonst ein niederwertiges Produkt geworden, bei dem der Reinheitsgrad des Zinns keine Rolle spielt. Um es zu einem guten L\u00f6tdraht zu machen haben wir die Metalllegierung veredelt.<\/p>\n<p><strong><em>Warum bleifrei?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Blei ist ein hoch toxischer Stoff und nicht leicht zu recyceln, daher entspr\u00e4che es nicht unser Vorstellung von Nachhaltigkeit. Au\u00dferdem wollen wir, dass der L\u00f6tdraht nicht nur in speziellen Anwendungsbereichen eingesetzt werden kann, in denen bleihaltige Lote noch erlaubt sind. Noch mehr Argumente (und Gegenargumente) findet man im Blogbeitrag <a href=\"https:\/\/fairloetet.de\/en\/warum-im-hs10-fair-kein-blei-ist\/\">Warum im HS10 Fair kein Blei ist<\/a><\/p>\n<p><strong><em>Wer produziert den Draht?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nicht wir produzieren, sondern das Unternehmen Stannol. FairL\u00f6tet hat Stannol lediglich motiviert und beraten, das ist der Zweck unseres Vereins. Bei der Entwicklung des Produkts waren wir eng beteiligt.<\/p>\n<p><strong><em>Wie sind die Arbeitsbedingungen bei Stannol?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das haben wir nicht untersucht. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Rohstoffbeschaffung.<\/p>\n<p><strong><em>Wird Recycling-Zinn nicht sowieso in der L\u00f6tmittelproduktion eingesetzt?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Recyceltes Zinn ist durch\u00a0verbesserte Verfahren in den letzten Jahren immer sauberer geworden und heute meist problemlos als Rohstoff einsetzbar. Es ist uns bekannt, dass andere Hersteller Recyclingmaterial verarbeiten, trotzdem versprechen diese Produzenten ein Produkt aus Erstschmelze, also Prim\u00e4rquelle. Die Kunden verlangen es.<\/p>\n<p><strong><em>Wo kommen die Rohstoffe her?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Lieferkette ist weiter unten verlinkt. Hinweis: Die Prozentangaben dort entsprechen den Gewichtsanteilen im Gesamtprodukt.<\/p>\n<p>Das Recyclingzinn entsteht aus Elektroschrott. Dieses kommt gr\u00f6\u00dftenteils aus Europa und den USA.<\/p>\n<p>Etwa die H\u00e4lfte des Zinns stammt von einem Metallrecycler, der v.a. Elektroschrott wieder verwertet. Die andere H\u00e4lfte, sowie\u00a0Kobalt, Nickel und ein Teil des Kupfers stammt aus einem verunreinigten L\u00f6tbad, das von einem Elektronik-Hersteller mit Blei-Verunreinigung an Stannol zur\u00fcck gegeben worden war.<\/p>\n<p>Dieses wurde nun f\u00fcr HS10 FAIR wieder aufbereitet. Bisher meiden L\u00f6tbetriebe die Verwendung von Recyclingzinn, weil es f\u00e4lschlicherweise als unrein angesehen wird. Stannol ist nun den mutigen Schritt gegangen, als erster Hersteller mit\u00a0so genanntem \u201eSekund\u00e4r-Zinn\u201c aus Recycling zu werben. Solches findet bisher vornehmlich in anspruchsloseren Bereichen Anwendung als in der Elektronikindustrie.<\/p>\n<p><strong><em>Woraus besteht der L\u00f6tdraht?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die erste, inzwischen verkaufte Charge des HS10 FAIR besteht aus<\/p>\n<ul>\n<li>97,5% Metalllegierung (Sn99,3Cu0,7)<\/li>\n<li>2,5% Flussmittel<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Metalllegierung besteht aus<\/p>\n<ul>\n<li>45% gebrauchtes Lot-Material aus der Wellenl\u00f6tanlage eines deutschen Herstellers von Elektronikprodukten<\/li>\n<li>54% recyceltes Elektrolyse-Zinn<\/li>\n<li>0,7% Zinn mit 1% Germanium<\/li>\n<li>0,2% Elektrolyt-Kupfer<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es geht hier um die erste Charge, vom dem &gt; 635kg (Flussmittel fehlt) hergestellt wurde. Eine zweite ist noch nicht in Planung.<\/p>\n<p>Das Flussmittel besteht aus<\/p>\n<ul>\n<li>93,25% Balsamharz\/Kolophonium<\/li>\n<li>4% Wachs auf Erd\u00f6lbasis<\/li>\n<li>2,75% Aktivatorenmischung (petrochemisch)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Daraus folgt:<\/p>\n<ul>\n<li>Der L\u00f6tdraht ist bleifrei.<\/li>\n<li>Er hat einen Sekund\u00e4r\/Recyclinganteil von 96,63%<\/li>\n<li>0,17% des Drahts ist (Petro-)Chemisch<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hinweis: Die Prozentangaben beziehen sich auf den jeweiligen Anteil am Gesamtprodukt und ausschlie\u00dflich auf das Gewicht.<\/p>\n<p>F\u00fcr die zweite Charge HS10 FAIR wurde nur hochreines Zinn aus Recycling verwandt, da zum Herstellungszeitpunkt kein ausgetauschtes L\u00f6tbad zur Verf\u00fcgung stand. Sie ist (Stand November 2018) noch nicht im Verkauf.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das erste, namengebende, Projekt von FairL\u00f6tet e.V. war und ist ein L\u00f6tdraht zum Handl\u00f6ten. Das Ziel war, m\u00f6glichst schnell eine faire Alternative auf die Beine zu stellen. Um neues Unrecht bei der Produktion zu vermeiden, haben wir uns daf\u00fcr entschieden, Recyclingzinn zu verwenden. 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